Zumindest habe ich ein Zertifikat bekommen, welches besagt, dass ich an einem „Barista-Seminar mit Latte Art“ teilgenommen habe. Aber von Anfang an. Vor einigen Wochen unterhielt ich mich mit einer Freundin. Sie wollte zu einem Barista-Kurs, aber nicht alleine.

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Da ich an dem Tag, an dem der Kurs stattfinden sollte, noch nichts vor hatte und man sein Wissen auch mal in andere Richtungen erweitern sollte, sagte ich zu und buchte einen Platz. Veranstaltet wurde der Kurs von Christian Ullrich, dem „Deutschen Latte Art Meister 2013“ bei Fortezza in Fürth.

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Als wir gegen 11 Uhr ankamen, wurden wir von den anderen Teilnehmern und Christian herzlich willkommen. Er servierte uns erst einmal einen Cappuccino, der einen Vorgeschmack auf die kommenden Stunden gab. In der kleine Runde von 9 Teilnehmern erfuhren wir von Christian die Herkunft von Kaffee, die Verbreitung, die verschiedenen Anbaugebiete und die Unterschiede bei der Ernte kennen. Wir hatten die Möglichkeit, Rohkaffee auf seine unterschiedliche Qualität hin zu untersuchen und bekamen nützliche Hinweise, guten von schlechten Kaffeebohnen erkennen zu können.

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Im nächsten Schritt brühte uns Christian zwei verschiedene Kaffees (Arabica und Robusta) auf, die wir im Laufe des Tages erst heiß, dann lauwarm und am Ende kalt verkosteten. Immer mit der Aufgabe, Unterschiede und Geschmacksrichtungen herauszuschmecken. Es war gar nicht so einfach und doch eine Überraschung, wie sich der Geschmack veränderte.

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Der Chef vom Fortezza, Rainer, nahm uns dann mit in die hauseigene Rösterei. Dort konnten wir einen kompletten Röstvorgang von frischen Kaffeebohnen hin zum fertigen Produkt verfolgen. Als Überraschung für alle Teilnehmer, bekamen wir am Ende des Kurses eine Tüte von diesen frisch gerösteten Kaffeebohnen mit auf den Heimweg.

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Weiter ging es mit dem Mahlen von Kaffee. Es ist gar nicht so einfach, den richten Mahlgrad zu finden und kostete eine Menge Kaffeebohnen und Wasser. Allerdings machte es mir und den anderen Teilnehmern großen Spaß, sich langsam ranzutesten, um am Ende einen trinkfertigen Espresso brühen zu können. Wichtig ist dabei nicht nur der Kaffee, der Mahlgrad, sondern auch die Temperatur und der Druck des Wassers. Alles musste beachtet werden, um einen guten Espresso trinken zu können.

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Weil wir noch etwas Zeit hatten, erfuhren wir, wie die Milch richtig aufgeschäumt wird. Dabei lernten wir, dass es nicht darauf ankommt, ob die Milch viel oder wenig Fett hat, Vollmilch oder H-Milch ist. Es kommt auf das Eiweiß in der Milch an. Demonstriert hat uns Christian dies, indem er in eine Milchkanne Wasser nur ganz wenig Milch gab. Dies ergab einen schönen Milchschaum, der aber, aufgrund des Wassers, nicht wirklich appetitlich schmeckte. Wer wollte, probierte sich noch an Latte Art und verzierte seinen Espresso mit mehr oder weniger erkennbaren Bildern.

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Am Ende des Kurses stand die Reinigung der Maschine und aller Utensilien an. Kein wirklich schöner, aber einer der wichtigsten Jobs. Ich kann sagen, dass ich nach diesem Kurs zwar noch nicht in einem Kaffee als Barista arbeiten kann, aber Lust bekommen habe, mein Wissen zu verwenden, um das Können voranzubringen. Es gehören viel Übung und eine Menge Rohstoffe dazu, um gut genug zu sein, damit Andere in den Genuss eines selbstgemachten Espresso kommen können.

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Ich möchte Christian Ullrich danken, er hat den Kurs interessant und kurzweilig gestaltet, ist auf die verschiedenen Fragen eingegangen und hat die nötige Disziplin gezeigt, um im Zeitplan zu bleiben.

 

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